Golddorf Ast 2006
"Unser Dorf hat Zukunft - Unser Dorf soll schöner werden"
22. Landeswettbewerb 2005 bis 2007 vom Bayerischen Staatsministerium für Landwirtschaft und Forsten

130 Ortschaften aus der ganzen Oberpfalz beteiligten sich am Bezirksentscheid.
21 Ortschaften wurden am 7. Oktober 2006 in Rieden mit Bronze, Silber und Gold ausgezeichnet.
Über eines der vier Goldabzeichen freuten sich die Aster Bewohner.
Geschichte der Ortschaft Ast
Im malerischen Schwarzachtal in der Nähe von Waldmünchen liegt die durch ihre bäuerliche Struktur gekennzeichnete Ortschaft Ast. Umgeben von herrlichen Wäldern und Wiesen breitet sich das langgezogene Dorf entlang der Schwarzach aus.
Wahrzeichen des Ortes ist die wuchtige, weit in die Landschaft ragende Wallfahrtskirche des kleinen Dorfes. Es ist erstaunlich, wie dieses mächtige, imposante Bauwerk zu damaliger Zeit in dieser dünn besiedelten Gegend errichtet werden konnte. Kirche
Die Legende berichtet, dass eine Gräfin von Schwarzenwihrberg im Sommer von Böhmen in die Oberpfalz gereist sei. Unterwegs wurden die vor die Kutsche gespannten Pferde von Fliegen derart stark geplagt, dass sie „laufend“ wurden. In dieser Gefahr soll die Gräfin Gott und Maria um Hilfe angerufen und versprochen haben, der Mutter Gottes zu Ehren an Ort und Stelle eine Kirche bauen zu lassen, wo das vermeintliche Unglück wieder abgewendet werden konnte. Man ließ den Ort, wo die Pferde wieder stehen blieben, notieren und begann bald danach, das Gelübde einzulösen. Beim Fällen der Bäume für den Kirchenbau entdeckte man auf einem Ast ein Bild der Mutter Gottes, das dann in die Kirche gebracht wurde, worauf man der Kirche den Namen Ast gegeben hat.
Wahrscheinlich ist jedoch, dass die Kirche von Mönchen des Klosters Walderbach so um 1265 errichtet wurde. Dass die Kirche in gotischer Zeit gebaut wurde, ist noch heute an der Bauweise gut erkennbar. Ab dem beginnenden 15. Jahrhundert ist uns überliefert, dass in Ast ein reges Wallfahrtsleben existierte. Die Wallfahrten haben sich in jüngster Zeit wieder abgeschwächt, jedoch wird die Kirche auch heute noch von Wallfahrern besucht.
Gut erhalten ist die alte Steinmauer zum Aufgang der Kirche.
alte Steinmauer